Wann ist eine Kanalsanierung notwendig?
Zwei Situationen machen eine Sanierung notwendig: ein sichtbares Schadensbild oder ein Befund aus der Inspektion. Stellt die Dichtheitsprüfung eine Undichtigkeit fest, ist Handeln angezeigt, bevor Abwasser ins Erdreich und ins Grundwasser gelangt. Für Liegenschaftseigentümer ist der Unterhalt des Abwassersystems Pflicht: Kleine Risse und undichte Muffen früh zu sanieren kostet einen Bruchteil eines späteren Rückstauschadens. Folgende Schadensbilder machen eine Kanalsanierung notwendig:
Wir setzen je nach Schadensbild zwei Verfahrensfamilien ein: die vollflächige Auskleidung ganzer Leitungen und die partielle Reparatur einzelner Schadstellen. Daraus ergeben sich sieben Verfahren – von der Inlinersanierung über Brush Coating, Quick-Lock und Kurzliner bis zur Roboter-, Manuell- und Schachtsanierung. Die Wahl richtet sich nach Schadensumfang, Leitungsmaterial, Durchmesser und Zugänglichkeit.

Inlinersanierung
Die Inlinersanierung kleidet ganze Rohrleitungen vollflächig von innen aus: Ein harzgetränkter Schlauchliner wird über die Kontrollschächte eingeführt, angepresst und härtet vor Ort zu einem neuen Rohr im alten Rohr aus. Das Verfahren ist materialunabhängig, Bögen sind kein Problem, und meist genügt der Zugang über vorhandene Schächte ohne Bauöffnung.

Brush Coating System (BCS)
Das Brush Coating System beschichtet enge Hausleitungen im Nennweitenbereich DN 40 bis 180 mit einem rotierenden Bürstenkopf. Es ist auf interne Gebäudeleitungen wie Küchen-, Bad- und Fallleitungen ausgelegt und arbeitet horizontal wie vertikal. Mehrere Schichten ergeben eine glatte, haftstarke Innenoberfläche ohne Aufbrechen von Wänden oder Böden.

Quick-Lock Edelstahlmanschetten
Mit Quick-Lock reparieren wir einzelne Schadstellen partiell: Eine Edelstahlmanschette wird über einen Packer gesetzt, der zuvor per Kanalfernsehkamera exakt positioniert wird. Das System eignet sich für alle Rohrmaterialien und für Durchmesser von 100 bis 700 mm. Bei längeren Schäden reihen wir mehrere Manschetten aneinander.

Robotersanierung
Für partielle Instandsetzungen in befahrbaren Kanälen setzen wir Fräs- und Schalungsroboter bis DN 600 ein. Sie binden Seitenanschlüsse dicht an den Hauptkanal an, verschliessen stillgelegte Leitungen und reparieren Risse mit dem Schalungssystem. Ausser einer Hochdruck-Reinigung sind keine wesentlichen Vorarbeiten nötig, auch bei beengten Verhältnissen.

Manuell- und Schachtsanierung
Bei kleineren oder schwer zugänglichen Schäden sanieren wir manuell vor Ort mit Handwerkstechnik. Die Schachtsanierung setzt Kanalschächte instand: Wir erneuern Schachtwände, Deckel und Dichtungen und beheben Korrosion und Risse am Bauwerk. So bleibt der Zugang zur Kanalisation langfristig sicher.

Kurzliner
Der Kurzliner kleidet einzelne Schadstellen und kurze Abschnitte partiell aus. Er schliesst Risse und undichte Stellen hochdicht ab, ohne die ganze Leitung zu sanieren. Das Verfahren ist TV-kontrolliert und kommt dort zum Einsatz, wo ein vollflächiger Liner unverhältnismässig wäre.
Grabenlos sanieren – Ihre Vorteile
Die grabenlose Sanierung von innen bringt gegenüber der konventionellen Grabung handfeste Vorteile. Der Querschnitt der Leitung bleibt nahezu erhalten, und die Reparatur beschränkt sich auf den tatsächlichen Schaden. Ihr Leitungsnetz bleibt dicht, grabenlos, sauber und dauerhaft.
FAQ
Was kostet eine Kanalsanierung?
Wie lange hält eine grabenlose Kanalsanierung?
Inliner oder Aufgraben – was ist besser?
Was tun bei akutem Rückstau oder Wassereinbruch?
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